Brunello di Montalcino
Sumus
Excelsus



DIE GESCHICHTE
Er ist zweifellos der am meisten verbreitete Dolcetto. Er findet sein Anbaugebiet in diesen weichen Hügeln rechts vom Fluss Tanaro, ein großes Gebiet in der Langa, das von den lieblichen Hügeln an den Grenzen des Gebiets von Asti zum Monferrat ausgehend die steilen Hänge dessen berührt, was als die arme, herbe Langa gilt, in der die Haselnuss und die Weide vorherrschen, wo wir eine einzigartige Landschaft finden, die Terrassierungen, die der starke Wille des Menschen einer noch ungebändigten Natur entriss.

Dank ihrer Fähigkeit sich Anbaugebieten mit unterschiedlichen Charakteristiken anzupassen, ist sie bestimmt die in der Langa am meisten verbreitete Rebsorte, seit undenkbaren Zeiten auf unwegsamen Hügeln angebaut, die nur die jahrhundertelange beharrliche Arbeit des Menschen mit mühseliger Hingabe dem bitteren Schicksal eines kahlen Bodens entreißen konnte. Je nach Anbaugebiet und Höhenlage hat der gewonnene Wein unterschiedliche Nuancen.

Er ist antonomastisch der Wein der Freundschaft, der in Ruhe in Gesellschaft oder zur Mahlzeit getrunken werden kann, so wie er mit Schlichtheit das typischen Vesper erheitert, das in den späten Sommernachmittagen auf den Tennen der Bauerngüter eingenommen wird, mit Käse und Wurst in der echtesten Tradition der Langa.

Aber noch vor dem Wein gehen die Gedanken zur Traube, mit dem süßem und zuckrigem Geschmack, was in vergangenen Zeiten den Brauch ermutigte Mitte September für eine sogenannte Traubenkur in die Hügel zu kommen, die die Stadtleute zu machen pflegten, um sich zu „reinigen“, ehe sie die Härten und Mühen des langen städtischen Winters in Angriff nahmen. Denn in der Geschichte gelten die Weintrauben wegen ihrem geringen Säuregehalt als Medikament und sie konnten sogar von denen gegessen werden, die Magenbeschwerden hatten.

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Salzstraßen, die auf dem Kamm der Hügel über die Hügel der Langa bis zum Meer in Ligurien führten. Die zahlreichen Karawanen, die mit großen Schwierigkeiten über diese wilden und dornigen Wege zogen, garantierten einen ertragreichen Tausch zwischen den Produkten der Erde und denen des Meers.

Auf diese Gepflogenheit ist ein Gericht zurückführbar, das im Lauf der Zeit eines der Meisterstücke der piemontesischen Küche wurde, die “Bagna Cauda”, in der das Öl und die Sardinen des Meeres sich mit dem Knoblauch der Erde in einer warmen und wohlriechender Umarmung vereinen, die zu dieser sehr schmackhaften Soße führte, die sich triumphierend mit gekochtem und rohen Gemüse vereint. Vielleicht ist es eben dank einer dieser Tauschgeschäfte, dass die Rebsorte Dolcetto die ligurischen Küsten erreichte und in den Hügeln des südlichen Piemonts den idealen Boden fand, um das Beste von sich zu geben.



ZUSAMMENFASSUNG DER BESTIMMUNGEN
Anerkennung der DOC-Bezeichnung: Präsidialerlass vom 6. Juli 1974

Rebsorte: 100%-iger Dolcetto
Produktionsgegend: 34 Gemeinden der Langa bei Cuneo: Alba, Albaretto Torre, Barbaresco, Barolo, Borgomale, Bosia, Camo, Castiglione Falletto, Castiglione Tinella, Castino, Cherasco, Cortemilia, Cossano Belbo, Grinzane Cavour, La Morra, Lequio Berria, Mango, Monforte d’Alba, Montelupo Albese, Narzole, Neive, Neviglie, Novello, Rocchetta Belbo, Roddi, Roddino, Rodello, Santo Stefano Belbo, Serralunga d’Alba, Sinio, Torre Bormida, Treiso, Trezzo Tinella, Verduno.

Maximaler Ertrag pro Hektar: 90 Doppelzentner
Mindestalterung: nicht vorgeschrieben; wenn er allerdings einen Gesamtalkoholgehalt von mindestens 12,5 % enthält und mindestens ein Jahr lang gealtert wird, darf er auf der Etikette die Bezeichnung “Superiore” tragen.
Um alle Düfte zu erfassen, sollte er möglichst jung getrunken werden.

Gesamter Mindestalkoholgehalt: 11,5 % Vol. Alkohol
Gesamter Mindestsäuregehalt: 5 pro mille
Mindesttrockenextrakt: 22 g/Liter

DIE WAHRNEHMBAREN CHARAKTERISTIKEN
Farbe: von einfachem und rustikalen Charakter mit rubinroter Farbe, die je nach Art des Bodens und der Kellertechniken mehr oder weniger markant ist, mit starken violetten und schwarzen Reflexen.

Geruch: delikat weinig, angenehm, wohlriechend, charakteristisch, jung und frisch, bewahrt er die Eindrücke die Traube, von der er kommt, wobei man die Düfte der Kirsche und der Pflaume erkennt.

Geschmack: trocken, rund, von angenehmer Bitterkeit, gemäßigt säuerlich, mit gutem Körper, harmonisch und ausgewogen, angenehm herb, einladend. Es ist ein leicht zu verstehender und zu schätzender Wein, gleichzeitig einfach und raffiniert, ein idealer Gefährde auf jedem Tisch, immer gern gesehen und für jeden Gang geeignet.


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