Brunello di Montalcino
Sumus
Excelsus



DIE GESCHICHTE
Er ist der größte italienische Wein schlechthin, aus Nebbiolo-Trauben erzeugt. Er wächst im Herzen der Hügel der Langa, neben der Stadt Alba: eine herrliches Amphitheater geordneten Hügeln mit geometrische Flächen, die im Herbst, beim Sonnenuntergang, in wunderbaren Farben im Sonnenschein aufleuchten, Farben, die selbst die Palette eines Impressionisten nicht besser auf der Leinwand nachmachen könnte. 11 Gemeinden, eine nach der andern auf einer zauberhaften Hügelstrecke, ausgefeilt durch das konstante Wirken der Winde und gemalt von der erfahrenen Hand des Menschen. Dörfer, die alle eine uralte Geschichte zu erzählen haben, Dörfer, die authentische Emotionen in denen erwecken, die Augen für einen Stein, ein Schloss, einen Bauernhof, eine Blume haben...



Es war der Wein der Marchesa Giulia Colbert Falletti, Herrin von Barolo und dem dazu gehörigen Land, des Grafen Camillo Benso di Cavour, der jahrelang Bürgermeister von Grinzane war, dem die Ehre zukam auf der Tafel des Hauses Savoia zu erscheinen.

Hier gibt es die Episode der dreihundert und noch mehr Karren Wein, einer für jeden Tag des Jahrs, die in Turin durch Via Roma fuhren, um den Palazzo Reale zu erreichen, man stelle sich das Staunen und die Neugierde der Leute vor, die schon damals unter den Arkaden spazieren gingen und sich gemütlich in Cafés ausruhten, als sie hörten, dass die Marchesa Giulia den damaligen König Carlo Alberto auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eingeladen hatte, neugierig wollte er die ausgezeichneten Weine zu kosten, die in dieser Gegend hergestellt wurden. Carlo Alberto war so begeistert davon, dass er das Schloss von Verduno mit dem zugehörigen Land, die Landgüter von Pollenzo und Santa Vittoria d’Alba, kaufte.

Es ist der Wein, der die Atmosphäre großer Ereignisse schafft. Von Weinlese zu Weinlese gelingt es ihm sein Bestes zu geben, indem er seine Klasse und Feinheit, seine Eleganz und seine überragende Qualität enthüllt. Er erstaunt durch die Vielseitigkeit der Nuancen und Düfte, die jeden Jahrgang zu einem einmaligen und unwiederholbarem Ereignis machen.

Zweifellos handelt es sich nicht um einen leichten Wein, sondern um eine Vielfalt von sich stets wandelnden olfaktiven und geschmacklichen Empfindungen, mit einem immensen Reichtum an Nuancen. Ein Wein von großartiger Struktur, der jedes Mal auf andere Weise fasziniert und immer wieder neue und andersartige Emotionen wecken kann.

Angesichts eines Bechers mit Barolo erwärmt sich das Herz und der Geist öffnet sich, die Gedanken führen zu den Hügeln der Langa, mit ihren antiken Dörfern und stolzen Schlössern, einer Gegend, in der die Reben und die Umwelt in einem außergewöhnlichen Zusammenleben vereint sind, dessen Höhepunkte es, dank der sorgfältigen Arbeit, in der in zwei Jahrhunderten Geschichte gereiften Erfahrung des Menschen findet.

ZUSAMMENFASSUNG DER BESTIMMUNGEN
Anerkennung der DOC-Bezeichnung: Präsidialerlass vom 23. April 1966
Anerkennung der DOCG-Bezeichnung: Präsidialerlass vom 1. Juli 1980

Rebsorte: 100%-iger Nebbiolo in den Untersorten “Michet” “Lampia” “Rosè”
Produktionsgegend: Barolo, Castiglione Falletto, Serralunga d’Alba über das gesamte Gebiet der Gemeinde, La Morra, Novello, Monforte d’Alba, Verduno, Grinzane Cavour, Diano d’Alba, Roddi und teilweise Cherasco.
Maximaler Ertrag pro Hektar: 80 Doppelzentner pro 52 Hektoliter Wein, was 6.933 Weinflaschen von je 75 cl entspricht.
Gesetzlich vorgeschriebene Mindestalterung: 3 Jahre ab dem 1. Januar nach der Weinlese, 2 davon in Kastanien- oder Eichenholzfässern. Er ist ein Wein, der sich auf Grund seiner Charakteristiken gut für eine lange Verfeinerung eignet. Die Spezifikation “Auslese” darf erst nach 5 Jahren Aufbewahrung im Keller auf der Etikette stehen, und auch dabei gilt die Zeit ab dem 1. Januar nach der Weinlese.

Mindestalkoholgehalt: 13 % Vol. Alkohol
Gesamter Mindestsäuregehalt: 5 pro mille
Mindesttrockenextrakt: 23 g/Liter

Der Wein Barolo, der mindestens fünf Jahren Verfeinerung unterzogen wurde, hat das Anrecht auf die zusätzliche Bezeichnung “Auslese”. Vom Wein Barolo DOCG ausgehend kann dieser mit einem Zusatz von Alkohol und einem Aufguss von aromatischen Kräutern mit deutlich höherem Anteil an China zum Barolo Chinato werden.

DIE WAHRNEHMBAREN CHARAKTERISTIKEN
Farbe: lebhaftes Granatapfelrot mit rubinroten Schattierungen, die mit den Jahren eine Tendenz zu orangerot aufweisen.

Geruch: er hat ein komplexes und ausgewogenes Bukett von ungewöhnlichem Reichtum, Harmonie und Vollständigkeit. Angenehm und intensiv erinnert er an die typischen Düfte der Langa, aus der er kommt, an den weißen Trüffel, an Trockenpilze. Die frische Frucht der ersten Monate reicht in ihrer weiteren Evolution bis ins Reich der Gewürze. Deshalb eröffnen das Veilchen, die Rose, die Lakritze und der Geruch von andern, eben erst geernteten Früchten wie die Kirsche, das Abenteuer des exotischen Reichs der Gewürze, in denen sich Gerüche von Vanille, Zimt und grünem Pfeffer vereinen.

Geschmack: angenehm herb, trocken und voll, kräftig und harmonisch. Im Mund ist er warm, streng, sehr nachhaltig; er erweist sich als samtig, stoffig und klar und kräftig; er ist reinrassig, voller Charakter und außergewöhnlich aristokratisch, und schließt mit Erinnerungen an Lakritze ab. Eine warme Symphonie von Geschmäckern und Empfindungen, die dem aufmerksamen Trinker Befriedigung und Freude schenken.


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